Gleichstellung
Ansprechpartnerin:![]() Yasemin Aslan |
Gleichstellung ist bei vielen Studierenden kein großes Thema. Männer haben damit eher selten Probleme und viele Frauen fühlen sich durchaus gleichberechtigt. Warum sollte man sich darüber weiter den Kopf zerbrechen?

Voraussetzung für eine demokratische, gerechte Gesellschaft und Hochschule ist die Gleichstellung aller Bevölkerungsschichten, im Besonderen die von Männern und Frauen. Nach wie vor werden Frauen an den Universitäten benachteiligt. Unter 10 Prozent der Professorenschaft in Darmstadt sind Frauen, deutschlandweit auch nur 15 Prozent. Ähnlich verhält es sich bei Promotionen. Dies steht in krassem Widerspruch zu dem Anteil der weiblichen Studierenden von 30 Prozent.
Wir haben uns schon immer gegen jede Form von Sexismus aufgelehnt und Gleichstellung gefordert. In diesem Zusammenhang fordern wir
- eine allgemeine Frauenquote bei Besetzungen von Stellen und in allen politischen Gremien, damit Männer und Frauen gleichberechtigt in Entscheidungsprozesse eingebunden sind
- mehr Rechte für die Frauenbeauftragte der Uni, wie z.B. ein Stimmrecht im Senat
- Wiederbelebung des Frauenreferats im AStA.
100 Jahre Frauen an der TUD
Am 28. Mai 1908 wurde beschlossen, dass nun auch Frauen offiziell an den Hochschulen in Gießen und Darmstadt studieren dürfen. Zuvor war Frauen im Höchstfall eine Gasthörerschaft gestattet.An der TU Darmstadt nahm zum Wintersemester 1908/1909 die erste Frau ihr Studium auf.
Da dieses geschichtliche Ereignis nun schon 100 Jahre her ist, nahm es die TU Darmstadt als Anlass, um dieses Ereignis mit verschiedenen Veranstaltungen, einem großem Empfang im Oktober 2008 und einer Ausstellung im vergangen Wintersemester zu feiern.
Doch ist auch zu fragen, inwiefern Gleichstellung an unserer Universität tatsächlich verwirklicht ist. Okay, Frauen und Männer können nun seit 100 Jahren gleichberechtigt an der Uni studieren – doch herrscht hier wirklich Gleichberechtigung? Wieso wird die Zahl von Frauen immer kleiner, je weiter man auf der akademischen Karriereleiter guckt? Wieso stellt sich für viele Frauen noch immer die Frage „Karriere ODER Familie“?
Dies kritisch zu betrachten, nehmen wir uns zur Aufgabe und werden in den nächsten Wochen und Monaten noch einiges von uns hören lassen.
